Förderverein der Archenhold-Sternwarte
und des Zeiss-Großplanetariums Berlin e.V.

Blick in die Sternenwelt

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› Sternbedeckungen durch Kleinplaneten 2019

Blick in die Sernenwelt 2019
Ausgabe 2019

Der Kalender „Blick in die Sternenwelt“ soll den Freunden der Himmelskunde als kleines astronomisches Jahrbuch eine nützliche Hilfe bei ihren Beobachtungen sein. Er wendet sich in erster Linie an Beobachter, die mit bloßem Auge, Feldstecher oder kleinen Fernrohren das Geschehen am Sternhimmel verfolgen. Als Hilfsmittel für Astronomiekurse an den Schulen und Gymnasien sowie in Volkssternwarten kann der Sternkalender das grundlegende Zahlenmaterial für Beobachtungen liefern.
Der Kalender erscheint jährlich und ist ab Ende November an der Kasse der Archenhold-Sternwarte erhältlich.

Der traditionelle Sternkalender hat 52 Seiten. Dabei soll es auch bleiben. Die eine oder andere zusätzliche Information ist an dieser Stelle zu finden, die den Rahmen des gedruckten Heftes gesprengt hätte.
In diesem Jahr fand die Rubrik Sternbedeckungen durch Kleinplaneten keinen Platz im Heft. Sie finden sie auf dieser (Web-)Seite weiter unten.
Schauen Sie immer wiedermal hier rein; diese Seite wird immer wieder aktualisiert.

Inhalt der Print-Ausgabe 2019

  • Sternkarten der Äquatorzone
  • Monatstabellen mit Angaben zu Sonne, Mond, Planeten Merkur bis Saturn und dem Sternhimmel am Abendhimmel.
  • Uranus und Neptun
  • Heliozentrische Planetenbewegung (Grafik)
  • Kleine Planeten
  • Zwergplaneten und Kometen
  • Finsternisse
  • Merkur-Transit 11. November
  • Zeitgleichung
  • Helle Sternbedeckungen durch den Mond
  • Sternzeit
  • Großer Roter Fleck des Jupiters
  • Jupitersatelliten und ihre Erscheinungen
  • Saturnsatelliten
  • Astronomische Gedenktage
  • Meteorströme

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Geozentrische und topozentrische Ephemeriden, UT versus TT

Lange Zeit wurden in diesem Kalender geozentrische Ephemeriden auf der Zeitbasis Terrestrische Zeit (TT) gegeben. Auf dieser Basis kann man hoch genaue Zeiten astronomischer Ereignisse für viele Jahre im Voraus rechnen. Frühere Software ließ dem Nutzer keine Wahl - sie gab nur diese Werte aus.
Diese Daten haben aber zwei Nachteile: Da wir aus gutem Grunde nicht vom Erdmittelpunkt aus beobachten, ergeben sich abweichende Daten für den tatsächlichen Beobachtungsort auf der Erdoberfläche. Auch muss man den Bezug zur Terrestrischen Zeit immer erst herstellen, also umrechnen.
Der "Sternkalender" ersetzt nicht den "Astronomical Almanac", sondern er ist ein kleines Handbuch für astronomische Beobachter, welches für den Großraum Berlin ausreichend genaue Daten liefert. Die angegebenen Koordinaten sind meist auf die zehntel Bogenminute genau - so genau kann man kaum ein Teleskop einstellen. Der Bezug auf unsere Mitteleuropäische Zeit (MEZ) birgt so geringe Unsicherheiten (unter 1 Zeitsekunde), dass diese Fehler weit unter der Genauigkeitgrenze der Zahlenwerte des Kalenders sind.
Seit 2015 werden die Ephemeriden als scheinbare topozentrische Daten, bezogen auf MEZ, angegeben - diese Werte stellt man tatsächlich ein. Da der Autor ein aktiver Beobachter ist, lag die Entscheidung zugunsten topozentrischer Daten des akutellen Äquinoktiums auf der Hand..!
Hintergrund: Rechenprogramm für die Angaben in den Monatstabellen ist der "Multiyear Interactive Computer Almanac" vom US Naval Observatory. MICA verwendet eine Delta-T-Vorhersage, die vom tatsächlichen Wert von Delta-T nur um weniger als eine Sekunde abweicht. Die in UT oder MEZ ausgegebenen Ephemeriden weichen daher um diesen Betrag von der Wahrheit ab. Doch das liegt weit unter der Tabellengenauigkeit des Kalenders.

Sternbedeckungen durch Kleinplaneten

Nicht nur der Mond, auch Kleinplaneten bedecken häufig Sterne. Diese Ereignisse sind nur in einem mehr oder weniger schmalen Streifen auf der Erde zu beobachten. Durch Unsicherheiten der Kleinplanetenpositionen ist die Vorhersage der Lage des Streifens für Monate im Voraus nicht sehr genau.
Die Tabelle hätte das Format der Webseite gesprengt. Sie finden die Übersicht hier als pdf-Datei. Zur Beobachtung der Ereignisse sind (kleinere) Teleskope erforderlich. Optimal ist eine dem Teleskop nachgeschaltete spezielle Videoausrüstung, die neben dem Bild auch exakte Zeitinformationen aufzeichnet. Die Beobachtungen erlauben u. a. eine genaue Größen- und Positionsbestimmung der Kleinkörper. Daher besteht ein großes Interesse der Fachastronomie an präzisen Beobachtungsdaten solcher Ereignisse. Details und aktuelle Vorhersagen findet man auf Call for Observations, http://call4obs.iota-es.de.
Quelle: Oliver Klös, Steve Preston, IOTA

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